Beteiligung von flipdot auf dem Galeriefest in Kassel

Mehrere flipdot Member haben an zwei Installationen auf dem Galeriefest Kassel 2018 gearbeitet.

Der Realitätstranslator läßt dich in ein Paralleluniversum reisen, wo du den Platz mit deinem Doppelgänger tauscht und du dich über all die merkwürdigen Menschen dort wundern kannst - allesamt Doppelgänger!

Die Shepard-Ton-Installation erzeugt einen örtlich wandernden Akkord, der unentwegt an Tonhöhe zunimmt.

ESC identifizieren

Manchmal habe ich auf dem Tisch Technik liegen, zu der ich erst mal kaum Informationen habe. Diese Technik stammt z.B. aus ganz alten Bestellungen, war ein Giveaway, aus einer Wanderkiste, war mal ein Geschenk, wurde irgendwo ausgebaut usw. usf. In solchen Fällen muss man dann etwas Aufwand investieren, um etwas mehr Informationen herauszufinden. In diesem Artikel geht es um einen ESC (Electronic Speed Controller), bzw. etwas, was 8 Leitungen hat, in Schrumpfschlauch eingeschweißt ist und mit einem „20A“ Aufkleber. Hintergrund des Ganzen ist, dass mir empfohlen wurde, die SimonK Firmware auf die ESCs zu flashen. In dem eingeschweißten Zustand, kommt man aber noch nicht mal an die Programmierschnittstelle dran. Also muss der Schrumpfschlauch ab.

Auf der einen Seite der Platine kommen dann der Controller und die Spannungsregler zum Vorschein, und auf der anderen Seite, ein Kühlkörper und ein Aufdruck „DDT-30A-02". Ein Aufdruck ist schon oft eine große Hilfe. Anhand des Aufdrucks konnte ich im Netz raus finden, dass die SimonK Firmware mit meinem ESC höchstwahrscheinlich kompatibel ist. Aber, wie so oft, gibt es ein Aber. Bei meiner Recherche konnte ich auch raus finden, dass die Platine mit der Bezeichnung DDT-30A-02 beliebtes Platinenlayout für viele ESCs ist, jedoch kann die Bestückung abweichen. Je nach Bestückung, kann es sich um 30, 20 oder auch 10 Ampere Version handeln. Welche man nun hat, erfährt man, wenn man den Kühlkörper abmacht. Je nach Ausführung, ob 10, 20 oder 30A, werden die Platinen mit 6, 12 oder 15 MOS-FETs bestückt. Nachdem ich den Kühlkörper abgemacht habe, konnte ich 12 MOS-FETs auf der Platine sehen. Also 20A Version, was auch mit dem „20A"-Aufkleber auf dem Schrumpfschlauch übereinstimmen würde. Ich bin auch auf einen Tipp gestoßen, einen Blick in die Liste der kompatiblen ESCs mit der SimonK Firmware rein zu werfen (Google Docs Link). Die Liste besteht aus über 200 Einträgen. Es ist also besser, wenn man bei der Menge der Einträge mit Filtern arbeitet.

In der zweiten Spalte findet man die Angaben zum Maximalstrom und wie ich ja raus finden konnte, liegt dieser bei meinem ESC bei 20A. Also habe ich die Liste nach 20A gefiltert. Danach bleiben nur noch 18 Einträge. In der Spalte „FW file" blieben aber immer noch zu viele mögliche hex-Dateien. Also musste ich die Liste solange filtern, bis mir nur eine einzige Möglichkeit bleiben würde.

Mikrocontroller auf dem Board ist ein ATmega 8, also Spalte „MCU" nach ATmega filtern. In der Spalte „Pads" ist die Anordnung der Pads zum Programmieren gemeint. Wie man auf dem Foto weiter oben sehen kann, sind meine in Reihe angeordnet. Bei Pads also nach Row filtern.

Bei der nächsten Spalte „Ext.Osc" geht es darum, ob auf der Platine ein externer Oszillator/Quarz vorhanden ist. In meinem Fall konnte ich keins finden, also nach „No" filtern. Danach bleibt in der Spalte „FW file" nur noch eine Möglichkeit: tgy.hex

Man könnte jetzt eigentlich meinen, dass man alles nötige weiß und mit gutem Gewissen die tgy.hex auf den ESC flashen kann.

Leider musste ich in Vergangenheit unangenehme Erfahrungen sammeln, insbesondere wenn es um Platinen aus Fernosten geht. Mal wird die Firmware angepasst, mal das Layout, mal die Bauteile -- eben alles, was den Preis nach unten drückt. Um aber doch noch die Akzeptanz zu behalten, werden dann Aufdrucke von bekannten Produkten/Platinen verwendet usw. Aber das ist noch mal ein anderes Thema.

Ich habe den Filter mit dem externen Oszillator nochmal raus genommen. Es kann ja sein, dass der Hersteller lieber auf den internen Oszillator gesetzt hat, um somit die Materialkosten bei der Herstellung zu sparen. Was in der Tabelle noch bleibt, sind drei Einträge, mit drei unterschiedlichen hex-Dateien und eine ungefilterte Spalte „FETs". Zwei Einträge für ESCs mit N-Chanel FETs und ein Eintrag für ESCs mit einem Gemisch aus N-Kanal und P-Kanal MOS-FETs. Wenn man in der Firmware nicht berücksichtigt, ob man nur mit N-Kanal oder mit einem Gemisch aus N- und P-Kanal FETs arbeitet, kann das böse Folgen haben. Im Besten Fall riecht man nur, dass sein ESC ab jetzt nicht mehr funktioniert

Als Nächstes habe ich nach Bezeichnungen der FETs gesucht. Auf der Platine sind 6 MT6680 (N-Chanel MOS-FETs) und 6 AO4407 (P-Chanel MOS-FETs).

Ok, also kann das wirklich nur noch die Firmware tgy.hex sein.

Um meine Skepsis dann noch ein bisschen zu beruhigen, habe ich die ISP Pins des Controllers, zu den sechs Pads für den Programmer, mit einem Multimeter durchgeklingelt.

Im letzten Schritt konnte ich die tgy.hex Firmware auf den ESC flashen, der dann auch ohne Rauchwolken einen Brushless Motor ansteuern konnte

2018-04-20 Übertragung des Big Brother Awards im flipdot

18:00 Uhr, im flipdot (Anfahrt) übertragen wir die Verleihung des Big Brother Awards. (Keine Kosten)

Die Big Brother Awards (BBA) sind Negativpreise, die jährlich in mehreren Ländern an Behörden, Unternehmen, Organisationen und Personen vergeben werden. Die Preise werden, so die Stifter, an die verliehen, die in besonderer Weise und nachhaltig die Privatsphäre von Personen beeinträchtigen oder Dritten persönliche Daten zugänglich gemacht haben oder machen.(Q)

Falls darüber hinaus noch was stattfindet (Grillen oder so) steht das dann rechtzeitig hier.
Wer das Sofa nicht verlassen will, kann den Stream selber anmachen.

HackWat! 1. bis 3. Juni 2018 im flipdot hackerspace kassel

Drei Tage lang ist der Hackerspace geöffnet.

  • Workshops und Vorträge (Elektronik, Praxis-Schwerpunkt Verschlüsselung von Dateien und Mail, und vieles mehr)
  • Werkstätten kennen lernen (Elektronik und Mechanik, Infos zur CNC Fräse und 3D Druck)
  • Projekte ansehen (Automatisches Getränke- Bestellsystem, Internet of Dings,   Blinkenlights, Member-Schließsysteme und viele kleinere Projekte)
  • Infos zu Software-Projekten und Space Infrastruktur
  • Mitglieder treffen und kennen lernen
  • Hackerkompatible Verpflegung

Die stabile Version des Fahrplans steht frühestens ab 20. Mai an dieser Stelle.

Cryptoworkshop im Kollektivcafé Kurbad

Im Rahmen der Vortragsreihe „Aluhut und gut?“ haben wir am Donnerstag, den 29.03.2018, einen Workshop zum Thema „verschlüsselte Kommunikation“ im Kollektivcaf Kurbad durchgeführt. Wir haben uns sehr über das große Interesse gefreut und konnten den Teilnehmern die Nutzung von GPG mit Thunderbird und Enigmail näher bringen. Wir haben auch über S/MIME gesprochen, aufgrund der begrenzten Zeit jedoch nur GPG eingerichtet. Für verschlüsselte Kommunikation mit dem Smartphone haben wir Signal empfohlen und kurz vorgestellt.

Knapp zusammengefasst besteht die Einrichtung von GPG aus den folgenden Schritten:

  • Thunderbird installieren
  • Mail Account einrichten
  • Enigmail aus Thunderbird heraus als Add-on installieren
  • Schlüsselpaar erstellen und sichern. Hinweis: Hier gab es während des Workshops ein kleines Durcheinander. Enigmail verwendet seit kurzem standardmäßig p≡p. Dieses erledigt die Schlüsselgenerierung automatisch und unterscheidet sich in mancherlei Hinsicht von der bisherigen Vorgehensweise.
  • Mit seinem Kommunikationspartner eine Mail austauschen, um sich die Schlüssel zu senden und die Fingerabdrücke zu vergleichen

Eine ausführliche Anleitung findet sich Beispielsweise im c't Magazin.

Vielen Dank an der Stelle nochmal an die interessierten Teilnehmer sowie an das Kollektivcafé Kurbad für die Ausrichtung der Veranstaltungsreihe und Bereitstellung der Räumlichkeiten!

Großes Interesse bestand auch am Thema Festplattenverschlüsselung. Wie das geht, werden wir im Rahmen unserer Veranstaltung HackWat thematisieren. Jeder ist herzlich eingeladen!

Ein ganz normaler Dienstag

Beim Rundgang durch den Space sah man gestern: Den Bau eines Gehäuses für einen RasPi-Radiowecker aus einem Stapel Multiplex-Platten, die Konstruktion eines zweistufigen (Aktivkohle)filters für den 3D-Druck mit feuerfestem (UL 94 V-0) Filament, einen Versuchsaufbau für ein Galvanometer aus einem Strohhalm und einem mit Gold besputterten Glasplättchen und erfolgreiche Tests zur Beeinflussung des Gleichgewichtsorgans durch einen Gleichstrom vom Linken zum rechten Ohr.

flipdot beim Tag der offenen Tür Elektrotechnik / Informatik Uni KS

Wir sind wieder mit einem Stand auf dem Tag der offenen Tür des Fachbereichs Elektrotechnik / Informatik der Uni Kassel vertreten.

Wann: 12.04.2018 ab 14:30 Uhr
Wo: Wilhelmshöher Allee 71-73, 34121 Kassel

kommt uns besuchen, und schaut euch an, was wir so machen!

facebook hat kein "Datenleck" - das ist genau so vorgesehen

Facebook hatte im engeren Sinne kein Datenleck. Stattdessen sind die Daten auf einem von der Plattform regulär vorgesehenen Weg an das Unternehmen GSR geflossen, das sie an Cambridge Analytica weiterleitete. GSR erstellte eine App, mit der Facebook-Nutzer einen Persönlichkeitstest machen konnten. Die Schnüffel-App griff dann planmäßig über eine Programmierschnittstelle von Facebook nicht nur auf die Daten derjenigen, die die App benutzten, sondern auch auf die ihrer Freunde zu.

Facebook hat also das System, in dem die Daten von Millionen Menschen ohne ihre Einwilligung bei anderen Firmen landen, selbst geschaffen. Dementsprechend schloss Mark Zuckerberg [..] auch nicht aus, dass andere Unternehmen mit ähnlichen Apps auch viele Daten gesammelt haben könnten.

Quelle. Dort ist auch beschrieben, wie man die Schnüffel-App von facebook entfernt, und seine Datenschutzeinstellung schärfer einstellt.

Wir empfehlen jedoch: facebook komplett verlassen und vorher alles löschen, soweit möglich. (Natürlich keine Garantie, dass die Daten wirklich weg sind).

Löschanleitung für das komplette facebook Konto

Space Statistiken

Nach und nach wächst die Anzahl der visualisierten Messwerte aus dem Space. Die öffentlichen Werte sind hier zu sehen.

Die CO2 Belastung:

Der Space-Öffnungsgrad:

Energieumsatz (Regelmäßige kleine Spitzen: Kühlschrank):

Heizung:

Traffic im (non public) Forum:

Personen (DHCP Leases) im Space: