Leiterplatten geätzt & gefräst

Film: Laserdruck auf transparentem Zeichenpapier von Brunnen, besprüht mit Tonerverdichter. Bungard Basismaterial belichtet in umgebautem Scanner, entwickelt mit Natriumhydroxid, geätzt mit Natriumpersulfat.

Zwei diagonal gegenüberliegende Passbohrungen in der geätzten Platine mit 3 mm, Passfräsungen in der MDF-Opferplatte mit 2,5 mm. Platinenbefestigung mit M3 Schrauben.

Zeitgesteuerte Rufumleitung für Fritzbox

Rufumleitung muss manuell gesetzt und gelöscht werden. Kleine schnelle und schmutzige Lösung: Raspberry Pi + USB nach RS232 Wandler + altes Telefonmodem zum wählen.

Das Modem wird in den analogen Telefonport der Fritzbox gesteckt, Pi und Modem mit dem Schnittstellenwandler verbunden.

Material:

Der Pi bekommt je ein kleines Python Script zum setzen / löschen der Rufumleitung. (Beide Scripte hier: rufumleitung_an_aus.zip).

Die Scipte kommen in das Userverzeichnis /pi.

mit crontab -e wird die cron steuerdatei zum bearbeiten geöffnet, und unten zwei Einträge angefügt:

50 17 3 python /home/pi/rul-an.py
00 19 3 python /home/pi/rul-aus.py

Mittwochs um 17:50 wird die Rufumleitung gesetzt, und am gleichen Tag um 19:00 wieder gelöscht.

Kleines Detail:

Um einen festen Bezeichner für das USB Gerät zu erreichen, hier im Beispiel wurde "/dev/RS232_conv" gewählt, kann man nach dieser Anleitung vorgehen.

Material zum Workshop: Einführung in die Shell

Hier noch von unserer letzten Veranstaltung "Was Sie schon immer über Technik wissen wollten..." die Materialien zu "Workshop: Einführung in die Shell" (Wurde wegen Krankheit am 30.05.2017 nachgeholt).

talk-shell-introduction.md

Eine Menge Praxisbeispiele, Shortcuts und nützliche Tips. Von Feliks - Raum 4 war so voll, dass man auf dem Flur sitzen musste! Super Talk, kthx!

Automatische Pflanzenbewässerungsanlage… das kann ich nicht, oder doch?!

Ich stand vor dem Problem, dass ich gerne meinen eigenen Kleinstgarten auf dem Balkon habe, aber andererseits auch in näherer Zukunft für rund zwei Wochen nicht vor Ort sein werde. Da ich es nicht einsah für den Tod meiner Pflanzen durch Wassermangel verantwortlich zu sein, musste ich also handeln.
Was tut man also? Im Internet nach Lösungen suchen.

Der Teil am Geländer der bewässert wird

Kommerzielle Kauflösung

Von einem namenhaften Hersteller, gibt es ein System das irgendwas mit Urlaub und sorgenfrei heisst. Ok... das ganze kann für maximal 36 Pflanzen eingesetzt werden und ist pro Tag einmal schaltbar und zwar genau zu dem Zeitpunkt, zu dem man den Stecker des Controllers einsteckt. Es ist weder veränder-, noch erweiterbar und soll rund 120 € kosten. Das war nicht so ganz meine Welt. Da ich noch nie groß gebastelt hatte und Elektronik schon immer für etwas geheimnisvolles hielt. Besser gesagt, Eingeweihte mir wie Mitglieder eines Geheimbundes mit eigener Sprache und Ritualen vorkamen, sah ich so auch keine Möglichkeit meine Misere anderweitig zu lösen.

Es geht auch anders!

Als wir dann mal, an einem der ersten lauen Tage, nach dem grillen im Space, im Hof an einem Feuer sassen, rutschte mir mein Leid heraus. Worauf ich umgehend schulterzuckend Antwort bekam „Mach doch, das ist ganz einfach", ich bekam schon vorsichtig Hoffnung, doch dann fielen Wörter wie Raspberry Pi, Solid State Relais, Script usw.. Also sass ich wieder da und dachte, die, ja die können so was, aber ich doch nicht. Mir brannte aber mein Problem weiter unter den Fingernägeln, also dachte ich, was soll´s versuchen kann ich es ja mal. Ich startete in unserem Forum einen Thread dazu, erfragte wie dass denn konkret gemacht würde und ob mir dann jemand einen Raspberry Pi leihen könne für ein paar Wochen.

Hilfe aus dem Space-Brainpool

Die Antworten kamen -entgegen meiner Erwartungen- innerhalb kürzester Zeit. Also klar, wieder ganz viel in dieser Geheimsprache, aber mir wurde direkt ein Raspberry angeboten und auf nachfrage was dass denn alles bedeutet, ein kurzes „wir setzen uns mal zusammen, das ist echt einfach". Aufgeregt, mehr als skeptisch, aber auch ein bisschen hoffnungsvoll sagte ich zu. Gesagt getan. Es fing recht kompliziert an, ich solle den Raspberry nehmen, in Crontab eine Zeile schreiben, eine Pumpe und ein paar Schläuche kaufen, alles zusammen anschliessen und fertig!? Das soll es gewesen sein? Ich fragte noch mal nach, da sicherlich ein paar komplizierte und für mich unlösbare Details fehlten. Naja, ich müsse noch so ein Relais anschliessen, dass der Raspberry die Steckdose an der die Pumpe hängt an und aus macht. Und mehr nicht? Mehr nicht!

Hardware sammeln, und los geht's!

Das hörte sich doch ziemlich machbar an, also traute ich mich. Ich bestellte eine Pumpe für einen Zimmerspringbrunnen und von einem namenlosen chinesischen Hersteller ein Bewässerungsset, also dünne Schläuche, mit kleinen einstellbaren Tropfern am Ende. In der Zwischenzeit trug ich den mir geliehenen Raspberry Pi mit nach Hause, stellte ihn auf meinen Schreibtisch und beäugte ihn für eine sehr lange Zeit skeptisch. Mir wurde klar, dass ich von aussen nicht viel machen brauchte also schloss ich ihn an Strom und Lan und fing ich an mich dem kleinen Kerl vorsichtig zu nähern.

Der Wasserspeicher

Cron wird mein Freund

Ich musste viel fragen, bekam eine Menge hilfreicher (in normaler Sprache verfasster) Antworten und innerhalb weniger Stunden -ich denke beim nächsten Mal sind es einige wenige Minuten- lief darauf Raspbian (das Betriebssystem) und in dem sogenannten Crontab war eingerichtet dass er einmal am Tag, für Zeit X die Steckdose mit der Pumpe anmachen solle.

Der untere Teil, mit Tomaten, Chili, Knoblauch, Majoran, Lilien uvm.

Ein bisschen stolz, aber auch sehr verwundert sass ich nun da, kratze mich am Kopf und überlegte warum ich, wenn dass doch so einfach ist, nicht schon viel mehr in diese Richtung gemacht habe.

Features? MEHR Features!

Kurz darauf war der wssiütww-Workshop und ich lernte noch viel mehr. Ich nahm mir vor das ganze Kleinteilig anzugehen. Jetzt erst mal einfach nur die Pflanzen überleben lassen und später dann eine Status E-Mail, Kameraüberwachung und einen Bodefeuchtesensor in das System einzubauen. Denn, das ist ja kein fixes System eines namenhaften Herstellers, sondern (wenn auch keinesfalls von mir entwickelt und mit ganz viel Hilfe und Unterstützung durch den Space) meines! :) video_bewaesserung Ich schloss mein 60l Fass (der Vorratsbehälter des ganzen) an, machte ein paar Testläufe, justierte hier ein bisschen, rückte dort ein wenig und es lief alles wie es sollte. Stolz und sehr sehr dankbar, antwortete ich mit ein paar Bildern im Forum, dankte allen beteiligten von Herzen und führte kurz meine Pläne für die Zukunft aus. Nach kurzer Zeit ging ein Raunen durch den Thread, warum ich dass denn nicht alles gleich machen würde. Wieder von mir die Antwort, dass das zu aufwändig, kompliziert und so von mir nicht zu machen sei. Nächster Post war dass man mir eine USB-Kamera zu Überwachung leihe, direkt mit dabei wie ich die in den bestehenden Crontab Befehl einbaue und zack noch eins später ein Tutorial wie ich mir eine Statusmail -mit Bild- zuschicken lasse.

$ apt-get remove msmtp heirloom-mailx
$ apt-get install mailutils postfix
$ rm -f .netrc -msmtp .mailrc

dann kommt eine wunderschöne install-"GUI"

Hier wähle ich:

General type of mail configuration
Satellite system
System Mail Name:
pizero.cfs.im (ich empfehle eine domain auszudenken. Sie wird
lediglich als absender verwendet, muss also nicht existieren)
SMTP relay host:
smtp.gmail.com:587

Dann editiere ich /etc/postfix/main.cf. Irgendwo sollte schon relayhost = smtp.gmail.com:587 stehen.

Ganz ans ende hinzufügen:

smtp_sasl_auth_enable = yes
smtp_sasl_password_maps = hash:/etc/postfix/smtp_auth
smtp_sasl_security_options = noanonymous
smtp_use_tls = yes
smtp_tls_CAfile = /etc/ssl/certs/ca-certificates.crt
smtp_tls_security_level = secure
# Ich hab kein ipv6... und irgendwie denkt der dass es so ist
inet_protocols = ipv4

Unter https://myaccount.google.com/apppasswords erstelle ich mir ein "App-spezifisches passwort" Eine neue datei /etc/postfix/smtp_auth mit folgendem inhalt: (hinter dem doppelpunkt das neue passwort, davor deinen gmail-account)

smtp.gmail.comich@gmail.com:fj2hg92hfgpsh

Und noch ein paar kommandos:

$ postmap hash:/etc/postfix/smtp_auth
$ systemctl restart postfix
$ systemctl enable postfix

$ echo "inhalt" | mailx -s "test" ich@gmail.com
mit journalctl -f -u postfix kannst du sehen wie postfix die mail im
hintergrund versendet...

Da ist allerdings ein Bug drin, den man so lösen kann

bzw. sagte mir der gute Feerich (wie ist die maskuline Form?) der mir dabei half als ich wieder kurz vor einem Nervenzusammenbruch stand, dass das anders zu lösen sei:

„ich hab eine viel lustigere loesung gefunden: alle 5 minuten wird einfach die datei per crontab überschrieben mit dem was sie sein sollte"

Pic or it didn't happen

Kurzum, das ganze hat vor knapp anderthalb Wochen begonnen. Heute bekomme ich noch die USB-Kamera geliehen, -die ich sogar mittlerweile selbst in das System einbauen kann- und dann bin ich weiter mit meiner automatischen Bewässerungsanlage, als ich es mir je hätte träumen lassen.

und so unscheinbar sieht das ganze fertig aufgebaut aus.

tl;dr: Hackerspace Member sein ist toll und macht schlau!

Ich bin mir sicher dass ich in Zukunft mehr mit diesem ganzen Geheimbündlerischen Elektronikzeugs machen werde, ich habe einen neuen kleinen Freund der Pi heisst und ich bin sehr glücklich und dankbar zu einem Haufen von Menschen zu gehören, nein, gehören zu dürfen, die mich so toll unterstützt und eine neue Welt eröffnet haben! Danke!

Will it bend? [1]

Kleiner Test mit kunststoffbeschichtetem Multiplex-Plattenmaterial (Quelle: Ein netter Casebauer (so was), der uns ab und zu seine Reste durchwühlen läßt)

Rot: Faserrichtung der äußersten Lage unter dem Kunststoff

Beim Gitarrenbau ist die Faserrichtung wie hier rot eingezeichnet, deswegen habe ich das auch mal so versucht. Schlitze mit 3 mm Fräser, 3 mm Material dazwischen stehen gelassen, und so tief in Z-Richtung eingetaucht, dass gerade noch die Außenlage unangetastet blieb.

Der Widerstand beim Biegen war merklich, auch kräftige Federwirkung. Die Beschichtung ist in diesem Fall äußerst vorteilhaft und verhindert splittern. Der Biegeradius war 43 mm.

[1] Natürlich dies ;)

Was Sie schon immer über Technik wissen wollten...

…aber nie zu fragen wagten!

Das Thema dieses Tages ist Programm, und trotz allen Spaßes den uns das Vorbeiten und Durchführen bereitet, meinen wir das vollkommen Ernst.

Wenn Du gerne einfach mal einen etwas tieferen Einblick in die Welt der Technik, der Software, der Elektronik, des Programmierens oder des Konstruierens haben möchtest, aber bisher einfach kaum Erfahrungen hast, dann gönn‘ dir den Spaß und komm vorbei!

Wir öffnen an diesem Tag unseren Hackerspace für offene Workshops. Wir überlegen welche Themen Dich interessieren, in welchen Bereichen Du gerne mehr erfahren möchtest oder es häufiger bei Dir klemmt und Du nur noch Fragezeichen siehst. Trau Dich und schick uns doch einfach Deine Themenvorschläge ein, wir schauen dann ob wir es an diesem Tag als Workshop anbieten können. Du willst Freunde und Bekannten davon erzählen und zum mitkommen anregen? Hier der Flyer

Mitmachen, Fragen, Interesse und Neugier sind nicht nur erlaubt sondern ausdrücklich erwünscht!

Ausserdem zeigen wir an dem Tag unsere Projekte und Einrichtung, laden Dich ein Fragen zu stellen und mitzumachen.

Das Programm ist hier (Runterscrollen, Änderungen bis zuletzt möglich)

Samstag 20.05.2017, Ende offen
13:00 Uhr
Franz-Ulrich-Straße 18 Kassel

Ein Jahr flipdot hackerspace kassel in den neuen Räumen

flipdot hackerspace kassel: 2009 gegründet, 2016 in neue Räume im Kulturbahnhof Kassel eingezogen. Ein Einblick in Werkstätten, Lounge, Hackplätze, Küche, Kino- und Vortragsraum. Spaß am Gerät im CCC-ERFA-Kassel flipdot e.V. - gemeinsam löten, fräsen, hacken, coden, bausteln, diskutieren, lernen, kochen und essen. Jeden Dienstag offen für Gäste und Besucher: Komm vorbei!