Raspberry Pi Gehäuse aus altem TFT Monitor

In Monitoren findet man oft ca. 6 mm starke Acrylglasscheiben, die mit einem Punktmuster zur homogenen Verteilung der an den Seiten eingestrahlten Beleuchtung versehen sind.
Ein erster Versuch zeigte, dass sich das Material mit einem Einzahnfräser gut zerspanen lässt. (3 mm Fräser, ca. 6000 upm, 400 mm / min Vorschub, 3 mm Zustellung, Kühlung mit Wasser + ca. 1/5 Spiritus).


Hier die Herstellungsdaten: LCDAcrylgehäusePi2.dxf, LCDAcrylgehäusePi2.nc, LCDAcrylgehäusePi2.e25

Besuch im Open Lab in Augsburg

Bei den Mönchen soll es so gewesen sein: Wenn die von Kloster zu Kloster reisten, fühlten sie sich sofort wieder wie zu Hause, weil bei ihren Ordensbrüdern am fremden Ort alles bekannt und vertraut war.

So ging es mir heute beim Besuch im Open Lab Augsburg. Ein einladender Makerspace in Bahnhofsnähe, viel Hardwaregebastel, eine entstehende Holz / Mechanik-Werkstatt, sehr gute Räume, und wie überall in unserem Orden: Gesprächsbereite, freundliche, interessierte Menschen. Wie schön!

Es sind die gemeinsamen Werte, die mich gefangen nehmen: Machen ist interessanter als darüber reden, reparieren besser als neu kaufen, lernen wichtiger als konsumieren.

Den Geheimtipp für den Industrietechnik-Schrottplatz kann ich leider mangels Zeit nicht mehr nutzen - aber nächstes Mal bestimmt!

ESP - Party! 1.3.'16

Nächsten Dienstag 17:00 Uhr wollen wir zusammen unsere ESP 8266 zum rennen bringen - kommt alle!

mitbringen:

  • ESP 8266
  • breadboards
  • 3,3 V quellen
  • FTDI 232 USB - seriell adapter
  • jumper wires

the internet of all the things!

ESP - Party! 1.3.'16

Die Gentrifizierung der Hacker und Maker Szene

Der Hessische Rundfunk - eine der millionenschweren öffentlich-rechtlichen Landesrundfunkanstalten in Deutschland, macht diese Wochenende einen Hackaton. In den Infos dazu heißt es: "Es geht nicht darum, dass der hr sich billig gute Projekte liefern lassen will".

Der Kongress des CCC hatte 2015 über 10.000 Teilnehmer, die Hackerszene franst an den Rändern ganz enorm aus in die Makerspaces, in die Fablabs und auch in Startup-Inkubatoren wie das Betahaus.

Wieso nur hat diese Kommerzialisierung einen so unappetitlichen Beigeschmack?

Die umgedeutete Definition des StartUp Unternehmers im Technologiebereich zu einem "Hacker" ist Teil eines entstehenden Systems eines Silicon-Valley Doppeldenks, schreibt Brett Scott in seinem Text "The hacker hacked

  • The hacker ethos is wild and anarchic, indifferent to the trappings of success. Or it was, until the gentrifiers moved in".

Eine Parallelität sehe ich z.B. in der Entwicklung von gratis-Übernachtungsbörsen zu Game-Changern im Übernachtungsgewerbe wie AirBnb. "Sie werden assimiliert, Widerstand ist zwecklos" ist das implizite Motto des Kapitalismus. AirBnb treibt beispielsweise in Berlin die Gentrifizierung voran.

Uber frißt das Taxigewerbe, und was im Internet ursprünglich mit einer Ausschaltung der profitierenden Mittelsmänner begann, endet in einer Auflösung von geschützten und geregelten Arbeitsverhältnissen im großen Stil.

Vorerst empfinde ich nur Beunruhigung und Irritation - ich habe Sorge, dass der "Hacker" sich vereinnahmen läßt und hilft, das Internet (und unser System) weiter umzubauen - von einem Ort der ein gesellschaftlicher Gegenentwurf war (wie naiv auch immer), zu einem Marktplatz gieriger Turbokapitalisten und einer bizarren protofaschistischen Überwachungsmaschine.

Es liegt an uns. Ist es unser System? Hacking, then, looks like a practice with very deep roots – as primally and originally human as disobedience itself. Which makes it all the more disturbing that hacking itself appears to have been hacked. (Scott)